Ätiologie

Die Ursachen der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) sind multifaktoriell und noch nicht vollständig geklärt. Diskutiert werden vor allem systemische Einflüsse in der frühen Kindheit, genetische Prädispositionen sowie Umweltfaktoren. Wahrscheinlich handelt es sich um ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die in der Schmelzbildungsphase wirken.

📌 Kritische Anmerkung: „Die Validität dieser Ergebnisse wird jedoch durch das Studiendesign, die mangelnde Anpassung an Störfaktoren, den Mangel an Detailgenauigkeit und Konsistenz der untersuchten Expositionen und die schlechte Berichterstattung beeinträchtigt.“

📌 Kommentar: Tatsächlich muss auch hier bemerkt werden, dass die Validität der Ergebnisse keine Basis für die Klärung der Ursachen der Erkrankung liefern. Zwar sind die Standardisierungsverfahren verbessert worden, aber die Heterogenität und Widersprüchlichkeit der Ergebnisse sind unverändert auffällig. Interessant ist allerdings festzustellen, dass eine erstaunliche Homogenität bei der Verbindung zwischen frühkindlichen fieberhaften Erkrankung (Masern, Otitis … etc) und der MIH besteht, obwohl, die vulnerable Phase der Schmelzentwicklung eigentlich abgeschlossen sein müsste. Das deutet auf einen Umkehrschluss hin! Ist nicht vielleicht die Ursache fr MIH und fieberhafte Erkrankungen die gleiche ?

1. Alaluusua, S. Aetiology of Molar-Incisor Hypomineralisation: A systematic review. Eur Arch Paediatr Dent 11, 53–58 (2010).

2. Bensi, C., Costacurta, M., Belli, S., Paradiso, D. & Docimo, R. Relationship between preterm birth and developmental defects of enamel: A systematic review and meta‐analysis. Int J Paed Dentistry 30, 676–686 (2020).

3. Fatturi, A. L. et al. A systematic review and meta‐analysis of systemic exposure associated with molar incisor hypomineralization. Comm Dent Oral Epid 47, 407–415 (2019).

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